Diakonenweihe von Bruder Christian Rentsch OSA am Samstag, dem 01. August 2020 in Maria Eich

Unter strahlend blauem Himmel und Sonnenschein konnten am 1. August – trotz der COVID-19-Pandemie und unter Berücksichtigung notwendiger Hygiene- und Infektionsschutzmaßnahmen – viele Maria Eicher, Familienmitglieder, Mitbrüder, Freunde und Bekannte von Br. Christian einem freudigen Ereignis entgegensehen. Durch Handauflegung und Gebet wurde Br. Christian von Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg am Freialtar von Maria Eich zum Diakon geweiht.

In seinem Amt als Diakon repräsentiert Br. Christian ein Bild des dienenden Christus: Der für uns auf die Menschen gerichtete tätige Dienst am Wort und Altar Gottes und der seelsorglich soziale Dienst an den Menschen selbst. Der Bischof betonte, wie wesentlich es für eine menschennahe und dienende Kirche sei, dass die Person des Amtsträgers hinter die Funktion und Ausrichtung des Amtes zurückzutreten habe, um vor den Menschen Zeugnis zu geben für den Herrn Jesus Christus, der seine Kirche in dieser Zeit führt, indem er Menschen zu einem dienenden Amt bemächtigt, aus dem heraus die Kirche und ihre Glieder selbst wieder getragen und befähigt werden sollen. Auf den Punkt gebracht wurde Amt und Aufgabe des Diakons, aber auch die zwischenmenschlichen Herausforderungen durch einen Abschnitt aus dem Markusevangelium (Mk 10,35-45). Am Anfang des Dienens steht für Br. Christian nun die Frage Jesu an die Menschen »Was wollt ihr, dass ich für euch tue?« Mit dieser offenen Haltung und Frage liegt die Macht nicht beim Diakon, sondern bei dem, der seiner bedarf. Eine dienende Haltung, eine dienende Kirche zu sein ist keine leichte Angelegenheit, sondern eine anspruchsvolle Haltung, die Arbeit und Mut sowie den stetigen Willen zur Vergebung erforderlich macht. Das Amt und die Funktion des Diakons machen in besonderer Weise deutlich, dass Kirchenvertreter und Amtsträger sich nicht auf den Thron setzen, den er für die Niedrigen freigeräumt hat, sondern dass sie, die Kranken, Ausgegrenzten, Abhängigen und Ungelösten dieser Zeit dort einen Platz haben, dass sie angesprochen werden von einer dienenden Kirche, die stetig fragt »Was wollt ihr, dass ich für euch tue?«

Br. Damian Link OSA