nimm und lies

Kirchenblatt der Würzburger Augustiner
Nr. 280 -  Ende November 2018 bis Ende Februar 2019

"Adventszeit"

Liebe Leserinnen und Leser,

steht Ihre Planung für die Advents- und Weihnachtszeit schon? Einige Termine sind ja gesetzt. An Nikolaus, Heilig Abend, Weihnachtsfeiertag, Silvester und Neujahr sowie dem Dreikönigstag ist ja nicht zu rütteln. Aber wie passen sich alle anderen geplanten und vorgesehenen Veranstaltungen, Treffen, Termine und Notwendigkeiten da ein? Ob der Bummel über den Weihnachtsmarkt – allein oder mit Freunden und Familie – oder die Besorgung der noch ausstehenden Geschenke, alles will beachtet und geplant sein – von den Advents- und Weihnachtsfeiern bis hin zu den Besuchen, die zu Weihnachten einfach dazu gehören. Manches davon ist sicherlich eher in die Kategorie „Pflicht/Verpflichtung“ einzuordnen. Es gibt aber auch die Dinge, die Termine, die Zeiten in diesen Wochen, die einfach schön sind, Spaß machen und gut tun. Mit einer Tasse Glühwein verträumt den geschäftigen Menschen zusehen. Den Geruch von Mandeln und Spekulatius genießen. Die Musik hören, ohne, dass sie einen nervig durch ein Gewühl begleitet oder selbst singen, am besten mit Menschen, denen das auch gut gefällt. Einen Gedanken aufschnappen, der irgendwo gesprochen wird und einlädt, nachgedacht zu werden. So vieles kann so schön sein in dieser Zeit. Was es dazu braucht? Planung? Eher, so meine ich, mich und meine Bedürfnisse ernst nehmen.

Ja, es ist eine Zeit, in der wir so viel an andere denken, ihnen Gutes tun wollen, für sie da sein wollen und sie glücklich machen. Genauso wichtig ist es, dass ich mir Zeit für mich nehme, Zeit für das, was ich brauche, was mir gut tut, wo ich für mich da bin und mich selbst glücklich sehen will.

Den Advent über gibt es dafür viele Möglichkeiten – auch bei uns hier in der Kirche. Das Angebot ist groß und schön. Musik und Meditation – jeden Wochentag eine halbe Stunde, um eine Idee, einen Gedanken aufzuschnappen. Die musikalischen Angebote – von den Konzerten bis hin zum Selbst- und Mitsingen. Und an Weihnachten sind für mich die Gottesdienste am Heiligen Abend und an am Weihnachtstag immer sehr wichtig. Da kann es für mich wirklich werden, was dieses Fest so wunderbar macht: eine Nähe spüren, die, jenseits aller „Süßigkeit“ und ohne mich einlullen zu wollen, zufasst, mich erfasst.

Damit kann ich dann wirklich auf ein neues Jahr zugehen. Damit kann ich – so hoffe ich und wünsche es allen – wieder aufschauen und sehenden Auges dem entgegensehen, was das neue Jahr bringen wird.

Ja, ich wünsche allen, auch im Namen meiner Brüder, dass es ein wunderbarer, schöner Advent wird, eine segensreiche Weihnachtszeit und ein gutes und gesegnetes Neues Jahr.

Ihr

P. Lukas

Unser "nimm und lies"  erscheint etwa vier bis fünf Mal pro Jahr (themengebunden).

Eine aktuelle Ausgabe kann hier heruntergeladen werden: nul_2018_06 (614 KB)

Ältere Ausgaben:

nul_2018_05 (612 KB)

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