nimm und lies

Kirchenblatt der Würzburger Augustiner
Nr. 274 - Dezember 2017 bis Anfang Februar 2018

"Mein Advent & Weihnachten"

Liebe Leserinnen und Leser,

Noch hat der Advent nicht begonnen und Weihnachten liegt - kurz nach dem Martinsfest - eigentlich auch noch einige Wochen weg – und dennoch werde ich allenfalls und allerorten zu adventlichen und weihnachtlichen Gefühlen animiert. Nein, ich will hier nicht in das Klagelied des kommerzialisierten Festes einstimmen. Dass inzwischen spätestens ab Oktober die Konsumtempel die adventlich/weihnachtliche Karte ziehen, ist ja schließlich nichts Neues und gewohnt. Die ersten Weihnachtsmärkte beginnen ab dem 20. November und das ist eher Grund zur Verwunderung als zur Klage. Mich beschäftigt, was dieses voradventliche und vorweihnachtliche Treiben mit meinen Gefühlen macht. Um es deutlich zu sagen: Ich befürchte »abzustumpfen«. Was da geschieht, ob Mitte November oder kurz vor dem Heiligen Abend, droht an mir vorüber zu gehen oder mich kalt zu lassen. Und die Frage keimt in mir: Wie kann ich meinen Advent, mein Weihnachten retten – für mich?

Und ich merke, dass ich mich auf das konzentrieren muss, was mir wichtig ist – gegen alle Zugriffe der Konsumwelten und gegen jegliche gefühlsduselige und einlullende Randerscheinungen um mich herum. Schließlich habe ich ja noch Zeit, Zeit für mich zu entscheiden, wie ich den Advent verbringen will, um dann Weihnachten zu feiern. Sicher werde ich auf den Weihnachts- oder Christkindlesmarkt gehen. Sicher werde ich mich aus dem ganzen volkstümlichen Tun nicht heraushalten können und wollen. Sicher werden mich die Lieder, die Stimmungen und alles, was zu Advent und Weihnachten gehört erreichen. Und zugleich will ich es mir nicht nehmen lassen, diese Zeit so zu gestalten, wie es mir gut tut.

Ich werde die Abende mit Musik und Meditation genießen. Ich werde Musik hören und lesen. Ich werde mir Ruhe gönnen. Ich will mich nicht in einen Trubel reißen lassen. Ich werde mit Menschen, die mir lieb und wichtig sind, Zeit verbringen. Und, weil bis dahin noch einige Tage ins Land gehen werden, mir sicher noch überlegen, was ich in den Wochen vor Weihnachten – im Advent – tun und lassen will, um dann Weihnachten zu feiern und ins neue Jahr zu kommen. Ja, das ist mir wichtig: es soll mein Advent, mein Weihnachten werde und sein - nicht eines, das mir vorgegeben wird, von wem auch immer.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie Ihren Advent erleben können, Ihr Weihnachten feiern können, so wie es Ihnen gut tut. Und bei uns sind Sie mit all dem, was es in diesen Wochen bei uns in der Kirche geben wird, herzlich willkommen. So sage ich Ihnen schon heute - auch im Namen meiner Brüder – die besten Wünsche für einen besinnlichen Advent, ein frohes Weihnachtsfest und ein gutes, gesundes und erfolgreiches neues Jahr.

Ihr P. Lukas Schmidkunz OSA

Unser "nimm und lies"  erscheint etwa vier bis fünf Mal pro Jahr (themengebunden).

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