Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage
Dem Studienseminar St. Augustin wurde als erste schulische Einrichtung in Weiden der Titel »Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage« verliehen. Gegen Rassismus und Fremdenfeindlichkeit sprachen sich insgesamt 86 Prozent aller SeminaristenInnen, Angestellten und Augustiner aus. Eine Schülergruppe begleitete das Projekt mit mehreren Informationsveranstaltungen und einer Unterschriftenaktion. Im Rahmen des diesjährigen Sommerfestes erhält das Seminar aus den Händen der Kölner Band »Brothers Keepers« die Anerkennungsurkunde als Schule ohne Rassismus.

Fast ein Jahr lang hat eine Projektgruppe bei allen SchülerInnen und Angestellten des Studienseminars St. Augustin für ein »Semi ohne Rassismus« ge-
worben. Nach vielen Schüleraktionen und einer langen Unterschriftenliste war es dann endlich soweit: Das Studienseminar St. Augustin, ein Internat mit Tageseinrichtung in der Trägerschaft des Augustiner-
ordens, wurde am vergangenen Samstag als »Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage« anerkannt. Damit ist jedoch auch die Verpflichtung verbunden, sich auch weiterhin gegen Rassismus und Diskriminierung einzusetzen.
Als Paten für diese groß angelegte Projektarbeit hatten sich die SchülerInnen des Seminars den bekannten Kölner Musiker Adé Bantu ausgesucht. Adé Bantu genießt bei vielen Jugendlichen wegen seines Engagements für benachteiligte Menschen ein hohes Ansehen.
Im Rahmen des diesjährigen Sommerfestes überreichte der Kölner Musiker nun die Anerkennungsurkunde als »Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage« sowie ein großes Wandschild. Adé Bantu sprach bei der Verleihung davon, dass die Anerkennung auch immer eine Herausforderung sei, sich gegen das Weggucken und Sich-nicht-Trauen einzusetzen. Es gilt für alle Courage zu beweisen, wenn Menschen an den Rand gedrängt, verletzt oder angegriffen werden.
Nach dem Gottesdienst bestand für alle Jugendlichen noch die Möglichkeit zur persönlichen Begegnung mit dem Pop-Musiker. Im Theatersaal des Seminars zeigte Adé Bantu zwei Musik-Clips, die er zusammen mit so bekannten Künstlern wie Samy Delux und Xavier Naidoo produziert hat und er berichtete von seinen eigenen Erlebnissen ausgegrenzt und diskriminiert zu werden. Während des Gartenfestes blieb dann noch den Kindern und Jugendlichen ausreichend Zeit, um sich ein Autogramm und ein Foto ihres Idols abzuholen.
