Totenbrief P. Robert Beck OSA

Mein Gott, mein Herr, mein König und Vater,
mein Schöpfer und meine Hoffnung, meine Freude, mein Denken,
meine Heimat, mein Heil und mein Licht, du bist mein Leben.
Augustinus, Alleingespräche 1,4

Am Donnerstag, 29. Oktober 2009, verstarb für uns völlig überraschend in den frühen Morgenstunden unser lieber Bruder P. Robert (Alois) Beck im Alter von 68 Jahren in der Klinik von Bad Mergentheim. Am Tag zuvor ist er zusammengebrochen und konnte trotz aller intensiven Bemühungen der Ärzte nicht gerettet werden. P. Christoph war viele Stunden in der Klinik, durfte aber nur für kurze Zeit zu unserem Bruder.
P. Robert wurde am 1. Juni 1941 in Weichtungen im Landkreis Bad Kissingen, als zweites von drei Kindern der Eheleute Franz und Maria Beck geboren und auf den Namen Alois getauft. Von 1947 bis 1951 besuchte er die Volksschule in seinem Heimatort und wechselte dann an das Alte Gymnasium in Würzburg. 1953, nach Abschluss des Schuljahrs, wurde er Schüler am Schönborn-Gymnasium in Münnerstadt. In seinem Aufnahmegesuch bei den Augustinern schrieb er: „Den Gedanken, Priester zu werden, hatte ich schon seit dem zehnten Lebensjahr. Durch meinen Aufenthalt im Studienseminar (St. Josef in Münnerstadt) festigte sich in mir in den letzten Jahren mehr und mehr der Wunsch, Augustinerpater zu werden." Sein Heimatpfarrer hätte den „eifrigen Laienapostel der Dorfjugend Weichtungen" gerne als Weltpriester gesehen. Als Frater Robert empfing er am 24. August 1961 in Münnerstadt den weißen Habit des Novizen. Am 25. August 1962 legte er die einfache Profess und am 8. September 1965 die feierliche Profess ab.
Nach seinen Studienjahren und der Priesterweihe am 9. März 1968 in der Würzburger Augustinerkirche kam er 1968 als Kaplan nach Regensburg. Im Konvent St. Cäcilia hatte er von 1975 bis 1976 das Amt des Subpriors inne. 1976 wurde er Kaplan in unserer Pfarrei Maria vom Guten Rat in München. In Fuchsmühl war er 1978 und 1979 Kaplan und Proku-rator. Es folgten vier Jahre in Dülmen, wo er über den Kaplanposten hinaus als „Emmerickpater" und Seelsorger im Anna-Katharinenstift in Karthaus tätig war. Von 1983 bis 1989 war er Kaplan in Walldürn. Herzlich verbunden war er der Gemeinde von Fuchsmühl. Dort wurde er nach dem jähen Tod von P. Georg Götz 1989 Pfarrer und Prior. Von 2003 bis zum August 2005 lebte er in Germershausen und war mitarbeitender Priester in der dortigen Seelsorgeeinheit. Seit 2005 gehörte er dem Konvent Messelhausen an, hier als Leiter der Seelsorgeeinheit und Pfarrer der Gemeinden Unter- und Oberbalbach sowie Deubach.
P. Robert war von ganzem Herzen Seelsorger. Weil er für alle Menschen da sein wollte, erfasste ihn manchmal die Unruhe und er machte sich eilig für die nächste Aufgabe bereit. Unser Herr, der sein Leben ist, schenke ihm nun Ruhe und neues Leben in seinem Reich.

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Predigt von P. Christoph Weberbaer OSA beim Requiem für P. Robert Beck OSA - 85 KB