»So irrte ich«

»Immer weiter entfernte ich mich von dir, und du ließest es zu. Ich hastete, stürmte, trieb schäumend und brausend dahin in meiner unkeuschen Sinnlichkeit, du aber schwiegst. Du meine, ach so späte Freude. Damals schwiegst du, und weit, weit entfernte ich mich von dir.« Conf. II, 2, 2

»So irrte ich umher in meinem Hochmut, ließ von jedem Wind mich treiben und ward doch tief geheimnisvoll von dir geleitet.«
Conf. IV, 14, 23

»Damals aber, als ich in meinem 16. Lebensjahr des Geldmangels wegen müßiggehen und bei meinen Eltern wohnen musste, wuchs mir das Dornengestrüpp der Sinnlichkeit und Lüste über den Kopf und keine Hand war da, um sie auszureißen. Ich lief mit Blindheit geschlagen den abschüssigen Pfad und hätte mich vor meinen Altersgenossen geschämt, wäre ich weniger schändlich gewesen als sie. Denn ich vernahm, wie sie ihrer Frevel sich rühmten, umso mehr, je abscheulicher sie waren. So war's nicht nur böse Lust, die zu gleichem Tun verlockte, sondern auch ihr Beifall.« Conf. II, 3, 6-7

»Wer brächte es auseinander, dies heillos verwickelte Knotengewirr? Ich in meiner Jugend wich von dir ab, verirrte mich weit von dir, mein Gott, der mein Halt sein sollte, und ward mir selbst eine Stätte des Darbens.« Conf. II, 10, 18

 

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