Zusammenbrechen – Verlust des Freundes

Wie wurde damals mein Herz verdüstert!
Wohin ich auch blickte, überall begegnete mir der Tod.
Zu dir hätte ich meine Seele erheben sollen, dass sie Heilung finde.
Conf. IV, 4, 9 und 7, 12

Erster Fall, zweiter Fall...?!
Zu-Fall ?!
Un-Fall ?!
Schwer, das Kreuz
Es drückt nieder
Es durchkreuzt
Er geht mit
Er trägt mit
Immanuel - Gott mit uns - gerade auch am Tiefpunkt
                     P. Christoph OSA

»In jenen Jahren hatte ich einen gleichaltrigen und wie ich in frischer Jugend blühenden Freund gewonnen. Wir waren zusammen aufgewachsen, gemeinsam zur Schule gegangen und Spielgefährten gewesen. Sieh, du hast ihn aus diesem Leben weggerafft, als kaum ein Jahr unserer Freundschaft verstrichen war, einer Freundschaft, mir so süß wie sonst nichts auf Erden.
Wie wurde damals mein Herz verdüstert! Wohin ich auch blickte, überall begegnete mir der Tod. Überall suchten ihn meine Augen und fanden ihn nicht. Alles war mir verhasst, weil er fehlte und nichts mir sagen konnte: Da kommt er! Wie früher, wenn er fort gewesen war und zurückerwartet wurde. Ich ward mir selbst zu einem großen Rätsel und fragte meine Seele, warum sie sich betrübe und so unruhig sei in mir, aber sie konnte keine Antwort geben. Nur das Weinen war mir noch süß, die einzige Wonne, die auf die Wonnen der Freundschaft folgte.« Conf. IV, 4, 7-9

»Zu dir hätte ich meine Seele erheben sollen

.., dass sie Heilung finde. Das wusste ich wohl, aber ich wollte es nicht und ich konnte es nicht, umso weniger, als du mir damals, wenn ich über dich nachdachte, noch nichts Zuverlässiges und Festes warst.« Conf. IV, 7, 12

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