Erschließung der Zeitschriften

Von Januar bis Juni 2016 wurde der Zeitschriftenbestand (etwa 9.700 Bände) elektronisch erschlossen.
Die 1.080 Zeitschriftentitel datieren ab der Mitte des 18. Jahrhunderts, wobei der Schwerpunkt auf dem 19. Jahrhundert liegt.
Wie für den restlichen Bibliotheksbestand charakteristisch, zeigt sich auch hier die etwa hälftige Teilung der Fachgebiete in Theologie und weltliche Wissenschaften. Die Themenvielfalt kann somit als Spiegel der etwa 50 Sachgruppen der Bibliothek angesehen werden.
Einige Titel oder Jahrgänge sind bisher in der Zeitschriftendatenbank (ZDB) nicht nachgewiesen oder sind zumindest selten.
Das Erschließungsprojekt gestaltete sich zudem als eine Zeitreise durch die Kultur- und Sozialgeschichte: So spiegelt die Gesamtheit der Zeitschriftenbände wider, wie sich Wertvorstellungen, Frömmigkeit, Familienleben, Geschlechterbeziehungen, die Pädagogik in Haus und Schule, der Umgang mit fremden Kulturen, der technische Fortschritt und anderes mehr ständig wandeln und ihrer je eigenen Epoche unterliegen.
Darüber hinaus wurden auch exemplarspezifische Merkmale wie Besitzvermerke, Schenkungsvermerke und Provenienzen notiert.
Nicht zuletzt geben die zahlreichen Spuren der Leserschaft, darunter Briefe, Schriftstücke, Zeitungsausschnitte, getrocknete Pflanzen, Notgeld, Brotmarken, Sterbebildchen, Heiligenbildchen, persönliche Notizen etc., interessante Einblicke in das Leben und Wirken einzelner Augustiner.
Der Zeitschriftenbestand dokumentiert somit ein Stück weit gelebte Ordensgeschichte in Münnerstadt.

Bearbeiterin:
Frau Natalia Simonyan