Geschichte der deutschen Augustiner-Eremiten - Achter Teil
GESCHICHTE DER RHEINISCH-SCHWÄBISCHEN PROVINZ

In den zwischen 1969 und 1976 erschienenen sieben Teilbänden zur „Geschichte der deutschen Augustiner-Eremiten“ hat Adalbero Kunzelmann († 1975) erstmals die Geschichte der deutschen Augustiner wissenschaftlich-kritisch auf der Basis der Quellen dargestellt. Aufgrund seines Einflusses, den der Augustinerorden zumal im Spätmittelalter, in der Reformationszeit und im Barock besaß, kommt dem auf insgesamt acht Bände angelegten Werk für die Erforschung der deutschen Kirchen- und Kulturgeschichte nicht geringe Bedeutung zu.
Unter Verwertung vieler bis jetzt unbekannter oder noch nicht genutzter Quellen, vor allem auch aus dem Zentralarchiv des Augustinerordens in Rom, ist es Kunzelmann gelungen, ein abgerundetes Bild von der Tätigkeit der Provinzoberen und von der Entwicklung und dem Leben der einzelnen Klöster zu zeichnen. Die wichtigsten Dokumente werden im Wortlaut zitiert, außerdem enthält jeder Band ein Personen- und Ortsregister.

Nachdem sich die ersten vier Teilbände mit der mittelalterlichen Geschichte befassen, der fünfte Band die Zeit der Reformation fokussiert und die Bände sechs und sieben der Neuzeit und religiösen Bewegungen wie dem Jansenismus gewidmet sind, ist die Fertigstellung des Abschlußbandes durch Kunzelmann unterblieben.

Dieser achte und letzte Teilband, der sich mit der „Geschichte der rheinisch-schwäbischen Provinz“ beschäftigt, wird aus zwei Teilen bestehen: Teil VIII/1 umfaßt die Geschichte vom Ende des Mittelalters bis zum 30jährigen Krieg, Teil VIII/2 behandelt die Geschichte bis zur Aufhebung der Provinz im Jahre 1803.
Die beiden Bände befinden sich derzeit noch in Vorbereitung.

Bearbeiter:
P. Dr. Michael Wernicke OSA