Warum Menschenrechtsarbeit?

Am 10. Dezember 1948 verabschiedete die Vollversammlung der Vereinten Nationen die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte. Deren Präambel beginnt mit der Feststellung, dass alle Menschen mit der gleichen Würde und mit unveräußerlichen Rechten ausgestattet sind. Diese universell geltenden Menschenrechte sind dabei nicht an Herkunft, Besitz, Religion, Glauben, Sprache und Hautfarbe gebunden.

Die Menschenrechte werden in politische und bürgerliche Rechte (z. B. Schutz vor staatlicher Willkür, vor Folter oder vor Diskriminierung) sowie in wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (z. B. Recht auf Arbeit, auf Nahrung oder auf Bildung) eingeteilt. Die Menschenrechte sind unteilbar. Dies bedeutet, dass die einzelnen Rechte nicht gegeneinander auf- bzw. abgewogen werden dürfen. 

Menschenrechte bedürfen des Schutzes. Besonders nach den Anschlägen vom 11. September 2001 wurden elementare Grundrechte zum Schutz vor terroristischen Angriffen beschnitten oder gar abgeschafft. So sind in Guantanamo immer noch Gefangene ohne anwaltlichen Beistand in menschenunwürdigen Käfigen eingesperrt.

Jeder und jede ist berufen, sich für Pluralismus, Rechtsstaatlichkeit und Menschenrechte einzusetzen. Es geht dabei nicht um das Engagement für dieses oder jenes Gesetz, sondern um den Erhalt einer ganzen Werteordnung. Freiheit ist kein Geschenk eines Staates, sondern ein Grundzustand, eine Gabe Gottes. 

Menschenrechte wirksam werden zu lassen bedeutet, sich Menschen in ihrer jeweiligen Lebenswirklichkeit anzunehmen, die Opfer von Menschenrechtsverletzungen oder Diskriminierung geworden sind. Mit Bruder Jürgen Heß haben die deutschen Augustiner einen Beauftragten für die Menschenrechtsarbeit, der seine Arbeitsschwerpunkte auf Flucht und Asyl, auf Antirassismusarbeit und auf Menschenrechtsbildung gelegt hat. Darunter fallen z. B. Trainings gegen Rassismus und für Demokratie und Toleranz sowie der Einsatz für Asylbewerber in der Gemeinschaftsunterkunft Würzburg.

Mehr über die Arbeit von Bruder Jürgen erfahren Sie über die Internetseite www.bruder-juergen.de.