Ein neuer Arbeiter im Weinberg des Herrn

Priesterweihe von P. Olivier Gangola

Der neue Priester P. Olivier Gangola und P. Franz Klein, Generalassistent in Rom

 

 

 

 

 

 

Am Sonntag, dem 22. Juli, ist die Kathedrale von Dungu geschmückt mit kunstvoll an den Spitzen zusammengeflochtenen Palmwedeln mit eingesteckten Blüten, mit selbstgeschnittenen Girlanden, bunten Luftballons und farbenfrohen Blumengestecken auf dem Altar. Alles ist bereitet für den feierlichen Gottesdienst, in dem Augustinerpater Olivier Gangola und ein Priesteramtskandidat aus dem Bistum Dungu-Doruma von Bischof Richard Domba das Sakrament der Priesterweihe empfangen sollen. Der Gottesdienst dauert, wie angekündigt, fünf Stunden, ohne dass Langeweile aufkommt. Dafür sorgen die rhythmischen Gesänge des Chores, begleitet von Trommeln und Instrumenten, die Tänzerinnen, noch junge Mädchen in weißen Kleidern mit weißen Strümpfen an den Füßen und einem weißen Band um den Kopf, ebenso wie die in fließenden rhythmischen Bewegungen tanzenden Ministranten. Und es sind für Europäer ungewohnte liturgische Elemente, z.B. der mit Schellen begleitete Tanz des Altardienstes um den Altar zum Gloria, die die Zeit schnell vergehen lassen. Beim Aufruf der Kandidaten werden zustimmende begeisterte Rufe aus dem Volk laut, aus dem heraus diese vor den Bischof hintreten. Die Anrufung der Heiligen bei der Allerheiligenlitanei verbindet sich eindrucksvoll mit dem tief in der afrikanischen Seele verwurzelten Ahnenkult. Bei der Gabenbereitung liegen neben den Körben mit Geldscheinen die von den Menschen mitgebrachten Gaben, Mais, Kochbananen und Früchte, die von den Helfern der Gemeinde an die Armen verteilt werden. Die Lebendigkeit und Begeisterung hält an bis zum Ende des Gottesdienstes beim feierlichen Auszug.

Der Neupriester P. Olivier (links) und Bischof Richard Domba (rechts)

Nach einer kurzen Pause mit einem erfrischenden Getränk und einer Handvoll Erdnüssen geht es wieder in die Kirche: Die beiden Neupriester empfangen Abordnungen aus ihren Heimatgemeinden. Wieder wird gesungen und getanzt. Als Zeichen der Unterstützung und der Anerkennung bringen Menschen voller Freude ihre Geschenke: Briefkuverts werden überreicht mit guten Wünschen und wohl auch Geld darin, jemand bringt ein lebendiges Huhn, andere ein Fahrrad, Früchte oder auch ein Blumensträußchen. Dankesworte des Neupriesters und der Verantwortlichen, wie des Augustiner-Vikars P. Martin Banga, bilden den Abschluss.

Es ist schon später Nachmittag, als das Fest im Juvenat der Augustiner beginnt. Den Ehrengästen werden bei der Ankunft die Hände gewaschen, bevor es zum Buffet geht, für das eine Vielzahl von Frauen bereits am Vortag kräftig gearbeitet hatte. Mit Musik, Tanzeinlagen und kleineren Sketchen wird das Fest bis in den Abend hinein fortgesetzt, bis ein gewaltiger Regenschauer dem Ganzen ein Ende setzt.

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