Die Konvente Amadi, Poko und Dungu

Im Nordosten des Kongo, zwischen 100 und 200 km südlich der Grenze zum Sudan, liegen drei der Konvent des Vikariates Kongo. Diese Konvente wurden in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts von den Augustinern aus Belgien und Deutschland von Dominikanern übernommen. Nach den Wirren um die Nachfolge Mobutus bleibt die ganze Gegend, in denen diese Konvente sich befinden, nach wie vor sehr unsicher. Grund sind Rebellengruppen aus Uganda und dem Südsudan, die immer wieder die Orte und Städtchen heimsuchen.

Amadi

Vor der Kirche in Amadi

Die Missionsstation in Amadi wurde 1899 von belgischen Prämonstratensern gegründet. Schon in den ersten Jahren des 20. Jahrhunderts erbauten sie die Kirche (geweiht 1906) und anschließend das Konventsgebäude. Die Kirche ist somit die älteste in der Gegend. Das heutige Gebäude wurde jedoch Anfang der 70-er Jahre vollständig neu gebaut.
Amadi ist eine Pfarrei und das Zentrum von ca. 66 Kirchen und Kapellen. Das ist auch ein Schwerpunkt der Arbeit der Mitbrüder dort.
P. André Lokango ist der Pfarrer der Gemeinde und wird unterstützt durch P. Fidèle Delingi.
Im Konvent von Amadi ist das Noviziat beheimatet, dem P. Donatien Badi, der Prior und Novizenmeister, vorsteht. Dort machen die jungen Männer, die sich für unsere Gemeinschaft interessieren, ihre ersten Schritte und werden für ein Jahr vom Novizenmeister für ihre wichtige Entscheidung begleitet.
Im nahen Ndendule ist ein Entwicklungsprojekt angesiedelt, in dem P. Ferdinand Bodensteiner seit vielen Jahren neben der Seelsorge junge Paare begleitet, damit diese wichtige Grundlagen von Ackerbau und Viehzucht erlernen können und außerdem die Frauen eine Grundausbildung in Hygiene und Hauswirtschaft erhalten.

Poko

Konvetsgebäude in Poko

Poko ist eine kleine Kreisstadt 80 km südlich von Amadi gelegen. Dort betreuen die Mitbrüder ebenfalls eine der beiden Pfarreien der Stadt, die ca. 10.000 Einwohner hat. P. Martin Banga ist der Pfarrer der Pfarrei und wird unterstützt von P. Charles Ilotane, denn auch zur Pfarrei Poko gehören noch etwa 40 Kirchen und Kapellen.
Im Konvent Poko leben die Kandidaten, die sich für unsere Gemeinschaft interessieren, für ein Jahr nach ihrem Abitur, um zu überprüfen, ob das Leben in Gemeinschaft ihr Weg sein könnte. Wir nennen diese Zeit auch Postulat. Begleitet werden sie in diesem Jahr von P. Dominique Juma, der Prior und Leiter des Postulates ist.
Zu diesem Konvent gehören auch einige Betriebe, wie eine Sägerei und Schreinerei. Um die Betriebe sowie um die Belange des Hauses kümmert sich der Ökonom des Konventes, P. Dieudonné Kumboko.

Dungu

Das Juvenat in Dungu

Dungu ist ebenfalls eine Kreisstadt mit ca. 12.000 Einwohnern. Dungu liegt weiter östlich und ist der Grenze zum Sudan am nächsten. Dort befindet sich der Bischofssitz der Diözese Dungu-Doruma, in der unsere drei Konvente beheimatet sind.
Unsere Mitbrüder in Dungu arbeiten hauptsächlich in unserer dortigen Internatsschule, das wir Juvenat nennen. Jugendliche können dort ihre Schulbildung bis zum Abitur erhalten und sich auf ein Leben in Gemeinschaft vorbereiten.
P. Carlos Tanga ist der Prior des Konventes und der Direktor des Juvenates. Er wird unterstützt von P. Ambroise Tshibangu als Spiritual und P. Erneste Sugule als Vizedirekor.
P. Christian Ntibi ist der Ökonom des Hauses. Er ist außerdem vom Bischof berufen als Vorsitzender der Diözesanjugendseelsorge.