Augustinerkloster St. Rita

Aus dem Pflänzchen wurde ein Baum 

75 Jahre Kirchengemeinde St. Rita – im Jahr 2004

Vor 80 Jahren übernahmen die Augustiner die in Reinickendorf-West neu errichtete Kuratie St. Rita. Die kirchenaufsichtliche Genehmigung für den Vertrag, der zu diesem Zwecke zwischen dem Fürstbischöflichen Delegaturamt zu Berlin und der Deutschen Provinz der Augustiner-Eremiten geschlossen worden war, erteilte der Fürstbischof von Breslau Kardinal Bertram zum Augustinusfest 1929. Dieses Datum betrachteten wir als den eigentlichen Beginn unserer Gemeinde und nahmen es zum Anlass für ein Jubiläums-Festwochenende am 28./29. August 2004.

In seinem Grußwort schreibt P. Matthäus Klein, Pfarrer von St. Rita: »Das ganze Sehnen eines guten Christen ist ein heiliges Sehnen nach Gott. In dem kleinen Wort ist alles enthalten, was wir erwarten.« Diese Worte des hl. Augustinus, die uns P. Dominik in seiner Festpredigt zum diesjährigen Augustinusfest und zum 75-jährigen Gemeindejubiläum ans Herz legte, drücken für mich sehr deutlich aus, wie eine Gemeinde auch nach vielen Jahren lebendig bleiben kann: wenn sie die Sehnsucht nach Gott wach hält.

Zur Geschichte

Seit dem Jahr 1929 gibt es unseren Konvent in Berlin/ Reinickendorf. Nachdem einige Patres unseres Ordens schon vorher in dieser Region seelsorgerlich gewirkt hatten, übernahmen damals die Augustiner offiziell die Seelsorge in der neu errichteten Kuratie St. Rita, die vom Pfarrgebiet St. Marien abgetrennt wurde. Das Seelsorgegebiet umfasste zunächst weite Teile von Reinickendorf West, Wittenau und reichte über ein weit gedehntes Laubengebiet bis tief hinein nach Lübars. Als Wohnort der drei Patres und der beiden Brüder diente zunächst eine Mietwohnung in der Oranienburger Straße. Im Jahre 1935 wurde unser Kloster in der General-Woyna-Straße errichtet mit Pfarramt, Jugendräumen und einen Pfarrsaal. Über dreiundzwanzig Jahre hinweg musste der Gottesdienst in behelfsmäßigen Räumen gehalten werden. Pfarrkirche für Reinickendorf-West war die Kapelle des St. Hedwigsfriedhofs. In Wittenau stellten die Marienschwestern die Kapelle ihres Kinderheims zur Verfügung. In Lübars wurde eine Laube als Kapelle eingerichtet.

Am 14. August 1951 wurde der Grundstein für die heutige Kirche gelegt und am 22. Juni des folgenden Jahres wurde sie eingeweiht. Zu dieser Zeit wurde Wittenau aus dem Pfarrgebiet herausgenommen und daraus entstanden die Pfarreien St. Nikolaus und St. Martin. Der Konvent sah seine Aufgabe zunächst in der Seelsorge dieses Pfarrgebietes. Eine besondere Note bekam die Seelsorge durch die Ordensgemeinschaft, durch die Ordenstraditionen, die von der Spiritualität des hl. Augustinus und der Ordensheiligen wie der hl. Rita geprägt sind, sowie durch die Tatsache, dass die Brüder, die in Berlin wirken, meist aus anderen Regionen stammen. Seit einigen Jahren werden auch außerordentliche Seelsorgeaufgaben vom Konvent aus wahrgenommen, so die Stelle eines Krankenhausseelsorgers sowie Meditations- und Exerzitienangebote.

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