Augustinerkloster St. Michael

Geschichte voller Hoffnung
725 Jahre Augustinerkloster St. Michael/ Münnerstadt

Innenhof von St. Michael

Die Geschichte des Münnerstädter Augustinerklosters ist eine Hoffnungsgeschichte ohnegleichen. Mit dem Segen des Grafen von Henneberg sind die Augustiner am 1. August 1279 nach Münnerstadt gekommen. Die Reformation brachte für das Kloster den ersten großen Einschnitt. Der letzte Prior hatte bei Martin Luther promoviert und legte das Ordenskleid ab. Unter Johann Philipp von Schönborn kamen die Augustiner 100 Jahre später wieder zurück und erlebten einen bemerkenswerten Aufstieg, der bis zur Säkularisation anhielt. Da war Münnerstadt das letzte Augustinerkloster Deutschlands. »Für alle Hoffnungsvollen« stand P. Pius Keller, der den Orden 1895 wieder auferstehen ließ. Auch in der neueren Zeit fanden sich immer wieder Zeichen des Niedergangs: Betriebe mussten schließen, Internate aufgegeben werden. Doch waren da stets neue Hoffnungszeichen. In den vergangenen zwei Jahrzehnten entstanden das Jugendhaus, das im Sommer 2015 geschlossen werden musste, der Hort, die Ganztagesbetreuung im Studienseminar fürs GT8 und das Betreute Wohnen in St. Michael. »Öffnung nach außen« wurde zum Leitwort der Augustiner, verwirklicht in idealer Weise in St. Michael: offenes Wohnen unter einem Dach für Ordensmitglieder und Nichtaugustiner. »Das Haus ist gelebte Gastfreundschaft.«
Heute leben noch vier Augustiner im Konvent St. Michael. P. Gregor steht der Gemeinschaft als Prior vor, P. Arno fungiert als Subprior und Prokurator; dazu gehören noch P. Gisbert und Br. Josef.